Medizinischer Bedarf wie Abdecktücher, Umhänge und sonstige Schutzkleidung sollte mit Blick auf die Sicherheit und Effizienz für das Krankenhaus ausgewählt werden. Wegen der großen Zahl von nosokomialen Infektionen (engl. HAI) ist es wichtig, sicherzustellen, dass die gesamte medizinische Ausrüstung und die Mitarbeiter vor der Übertragung von Pathogenen vollständig geschützt sind.  Das ist im OP besonders wichtig, da es sich dabei tendenziell um einen Bereich handelt, in dem die Infektionsprophylaxe wegen des ständigen Flusses von Patienten und Mitarbeitern, die eine Reihe von Verfahren durchführen, eine Herausforderung darstellt.

Die Auswahl von Materialien, die komfortabel sind, gleichzeitig dem chirurgischen Team und ihrer Ausrüstung aber außerdem Schutz vor biologischen Flüssigkeiten bieten, ist unerlässlich. Dabei stellt sich die Frage nach einigen Vorteilen von Einwegprodukten im Vergleich zu wiederverwendbaren Produkten in der OP-Umgebung.

Einwegtextilien im Vergleich mit wiederverwendbaren Textilien

Die Auswahl medizinischer Textilien ist für das Gesundheitswesen im Hinblick auf Kosten und Nutzen ein wichtiges Thema, insbesondere wenn das Leben von Patienten und Chirurgen auf dem Spiel steht.¹

Barriereschutz

Eine der wichtigsten Eigenschaften von Textilien in der OP-Umgebung ist der Barriereschutz, ohne den es keinen Grund gäbe, einen Umhang zu tragen oder Abdecktücher bei Patienten zu verwenden. Bei Textilien hat man die Wahl zwischen der Mehrweg- und der Einwegversion; Einwegstücke können nur einmal verwendet werden und bestehen nicht aus gewobenem Material, während wiederverwendbare Textilien mehrfach genutzt werden können und aus gewobenem Material bestehen.² Eine europäische Studie kam zu der Schlussfolgerung, dass der mikrobielle Penetrationswiderstand von nicht gewobenen Einweg-OP-Textilien dem von wieder verwendbaren Textilien überlegen ist und hob hervor, dass die wieder verwendbaren Produkte in kritischen Bereichen einen geringeren Flüssigkeitswiderstand als erforderlich aufwiesen.² Einwegumhänge helfen nicht nur beim Schutz der Mitarbeiter, sondern können auch die Übertragung von Pathogenen und Bakterien über wieder verwendbaren Stoffen auf den Patienten verringern. Eine nicht vorschriftsmäßig gewaschene OP-Tisch-Abdeckung oder ein Umhang können noch Mikroorganismen aus dem vorherigen Eingriff enthalten, die dann auf den neuen Patienten übertragen werden und so zu einer möglichen Infektion führen können. Einwegtextilien werden in einer sterilen Umgebung gefertigt und in PE-Beutel verpackt, was einen Kontakt mit Pathogenen vor einer Operation praktisch ausschließt.

Leistungsfähigkeit

Wiederverwendbare Umhänge aus Baumwolle oder synthetischen Fasern verringern zwar den Klinikabfall, ihr Verfall beginnt jedoch noch während ihrer Lebensdauer. Zum Zeitpunkt des Kaufs ist der Stoff am stärksten, aber durch wiederholte Nutzung und Wäschen kann er sich abnutzen. Der Umhang oder das Abdecktuch wird an jedem Punkt seiner Lebensdauer einen anderen Barriereschutz aufweisen und obwohl beim Einkauf die Standards erfüllt waren, ist nicht gesagt, dass dies nach drei- oder viermonatiger Nutzung immer noch der Fall ist. Alternativ dazu verfügen Einmal-Abdecktücher und Umhänge über einen gleichbleibenden Barriereschutz und bei der Nutzung ist immer höchste Qualität gegeben. Der Einsatz zuverlässiger Materialien in der OP-Umgebung hilft bei der Aufrechterhaltung einer optimalen Sicherheitsstufe.

Reinigung

Beim Treffen der Entscheidung zwischen Einwegtextilien (Einwegumhänge, Tische, Abdecktücher und OP-Tisch-Abdeckungen) und wiederverwendbaren Textilien ist die Sicherheit ein wichtiger Faktor, der zu berücksichtigen ist. Der Schutz und die Leistungsfähigkeit des Stoffes wurden bereits im Hinblick auf Patienten und Mitarbeiter in der Gesundheitsversorgung diskutiert; Mitarbeiter die in der Infektionsprophylaxe tätig sind, müssen außerdem darüber informiert sein, dass der Umgang mit Wäsche aus einer Einrichtung der Gesundheitspflege ein Risiko für eine andere Gruppe der im Krankenhaus tätigen Personen darstellt. Die Mitarbeiter der Wäscherei sind jährlich für die Bearbeitung von hunderttausenden Kilos kontaminierter, wiederverwendbarer Textilien verantwortlich und können einem Infektionsrisiko ausgesetzt sein, wenn keine Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.3 Abdecktücher von OP-Tischen können mit Körperflüssigkeiten und anderen schädlichen Bakterien verunreinigt sein und bei nicht ordnungsgemäßer Behandlung ein potenzielles Übertragungsrisiko für die Mitarbeiter darstellen. Bei Einwegtextilien besteht keine Notwendigkeit zur Reinigung oder Handhabung der kontaminierten Stücke und daher auch kein Risiko für die Wäschereimitarbeiter. Das ist nur ein weiterer Vorteil bei der Einführung von Einwegumhängen und Abdecktüchern im OP.

Flusen und andere, durch die Luft übertragene Partikel

Flusen und andere, durch die Luft übertragene Partikel verursachen wachsende Bedenken im OP. Zur Maximierung der Heilung eines Patienten, der sich einem Eingriff mit einer offenen Wunde unterzieht, ist es von entscheidender Bedeutung, die Menge von Fremdpartikeln zu begrenzen, denen er oder sie ausgesetzt sein könnte. Wiederverwendbare Abdecktücher und Umhänge produzieren Flusen; diese bestehen aus kleinen Fasern, die sich während der Bearbeitung von der Stoffoberfläche lösen. Diese kleinen Ablagerungen können in chirurgische Wunden gelangen, diese kontaminieren und potenziell Komplikationen verursachen. Während es praktisch unmöglich ist, Flusen und andere, durch die Luft übertragene Partikel vollständig zu beseitigen, ist es jedoch absolut möglich, sie signifikant zu verringern. Eine 2013 durchgeführte Studie zeigte, dass Einwegtextilien aus Polypropylen, die während einer Operation getragen wurden, eine signifikant geringere Menge koloniebildender Einheiten aufwiesen, als wiederverwendbare Textilien aus Baumwoll- und Polyestermischgewebe.4

Ökologische Auswirkungen

Es besteht häufig die Ansicht, dass Einwegtextilien eine höhere ökologische Belastung darstellen, als wiederverwendbare Textilien; man kann jedoch auch Argumente dafür finden, dass dies tatsächlich nicht richtig ist. Für wiederverwendbare Textilien werden ca. 4,5-mal mehr Ressourcen als für Einwegtextilien genutzt, hauptsächlich aufgrund des für das Waschen benötigten Wassers.5 Während des Waschvorgangs verwendete Chemikalien können außerdem schädlich für die Flora sein, wenn diese in die Abwasserkanäle eingeleitet werden. Betrachtet man die Stoffproduktion, hat eine Studie erwiesen, dass wiederverwendbare und Einwegtextilien die Umwelt in ähnlicher Weise belasten. Die Baumwollernte für die Fertigung von wieder verwendbaren Kleidungsstücken erfordert normalerweise den Einsatz von Pestiziden und die wichtigsten Materialien bei Einwegkleidungsstücken sind vom Menschen hergestellt und aus Erdöl produziert, was zur Verringerung der natürlichen Ressourcen beiträgt. Die Entsorgung von Einwegprodukten gibt im Hinblick auf zusätzlichen medizinischen Abfall Anlass zur Sorge, aber nach den neuesten Forschungen existieren viele Langzeitstrategien und grüne Initiativen für Einweg-Textilien.  Eine Studie legt nahe, dass Abfall aus Kleidungsstücken in pelletierter Form als Ersatz für Kohle in Kraftwerken eingesetzt werden könnte und außerdem andere Verbrennungsanwendungen haben könnte.5

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Bei QuickSuite® handelt es sich um ein Produktset, das aus einem Sortiment von Einwegkomponenten besteht, die zur anwenderfreundlichen und effizienten Einrichtung und Reinigung des OP-Tisches vor und nach einer Operation genutzt werden. Das Set beinhaltet das Sahara OP-Tisch-Tuch, Abdeckungen für Armlehnen und Kopfteil sowie ein Hebetuch. Es stehen unterschiedliche Set-Zusammenstellungen für alle Arten von Eingriffen zur Verfügung und die Komponenten können separat bestellt werden.

Förderung der Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern

  • Die absorbierende Schicht des Lakens schützt den Patienten während der Operation, verringert die Feuchtigkeit und dient der Dekubitusprophylaxe.
  • Durch das Einwegdesign wird das Risiko einer Kreuz-Kontamination verringert.
  • Die versiegelten Kanten der Bestandteile verhindern Flusenbildung.
  • Das Hebetuch ermöglicht den sicheren und einfachen Transfer des Patienten.

Verbessern der OP-Effizienz

  • Die undurchlässige Schicht des Sahara-Tuchs hilft dabei, Bakterienansammlungen auf dem OP-Tisch zu verhindern.
  • Die OP-Übergabezeit verringert sich dank einer schnelleren und weniger intensiven Reinigung zwischen den chirurgischen Eingriffen.

Kosten verringern

  • Wäschereikosten entfallen dank des Einwegdesigns.

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Literaturhinweise
¹ American Journal of Infection Control, Application of cost/benefit analysis for surgical gown and drape selection: A case study, verfügbar auf: http://www.ajicjournal.org
² https://textlnfo.files.wordpress.com/2013/03/reusable-vs-disposable.pdf
³ Infection Control Today, Lessons in Linen - Following Aseptic Technique in the Laundry Department, verfügbar unter: http://www.infectioncontroltoday.com
4 National Center for Biotechnology Information, Single-use surgical clothing system for reduction of airborne bacteria in the operating room, verfügbar unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23694760
5 The Mcilvaine Company, A White Paper on Performance, Cost Per Use, and Environmental Impact of Single-Use and Reusable Surgical Gowns & Drapes, verfügbar unter: http://www.mcilvainecompany.com

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